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Was ist eigentlich aus dem Raspberry-Wecker geworden?

Eigentlich wollte ich aus einem Raspberry mit Touchscreen, einem Ikea-Bilderrahmen und etwas Draht und Spucke einen smarten Wecker bauen. Das scheiterte an diversen Problemen, so konnte ich den Schirm nicht ordentlich dimmen und beim Versuch die Taster zu verkabeln rauchte mir ein Raspberry ab - ich weiß immer noch nicht warum.

LenovoSmartClockDoch dann stolperte ich über ein Angebot einer SmartClock von Lenovo die vielversprechend klang. Im Hintergrund werkelt Android, so dass ich hoffte Schwächen durch Apps oder Skripte ausgleichen zu können. Mit 40€ war sie auch billiger als ein neuer Raspberry so dass ich mir eine bestellte.

Das Ding ist nicht perfekt, aber in Zusammenarbeit mit Home Assistant kann ich es so weit umstellen dass es meinen Anforderungen genügt.

Zum Beispiel kann die SmartClock nicht mit einem Radiokanal wecken, ich kann die Uhr aber als Media Player in Home Assistant einbinden und dann über ein Skript einen Radiostream abspielen und die Lautstärke steuern.

Auch die Musikauswahl über den Touchscreen ist etwas umständlich. Ich hätte gerne eine Taste gehabt die meinen Lieblingssender aufruft, aber das geht leider nicht. Statt dessen muss man auf einen der Online-Musikanbieter wie Spotify, TuneIn oder Youtube Music zurückgreifen. Die Auswahl erfolgt am einfachsten üder den Google Assistant - wer das nicht mag muss sich anders behelfen.

Zwar ist die Uhr nicht akkugepuffert - beim Ausstecken ist sofort alles weg - aber sobald sie wieder Strom hat besorgt sie sich alle Informationen aus dem Internet und läuft weiter wie vorher. Sofern also der Strom nicht gerade exakt zur Weckzeit ausfällt sollte das kein Problem darstellen.

Theoretisch kann man auch eigene ROMs auf die Uhr laden, eine Anleitung ist unter xda-developers. Ich habe das aber noch nicht gemacht da ich die Einschränkungen mit Home Assistant umgehen konnte.