Anfang 2021 kaufte ich mir ein NAS von QNAP und habe in einer virtuellen Maschine darauf hass.IO installiert. Zuerst war das keine gute Idee, denn das System lief furchtbar langsam wenn ich eines der vier GB an Speicher für HomeAssistant reservierte. Nach einiger Zeit fand ich aber heraus dass man das NAS bis auf 32GB erweitern kann und erwarb erst mal eine Erweiterung auf 16GB. Damit reagiert das NAS und auch HomeAssistant deutlich schneller.

Allerdings habe ich es nicht geschafft die ganzen ZWave-Komponenten umzustellen und darum den Raspberry weiter laufen lassen. 

Seit ein paar Wochen bemerke ich jedoch immer mehr 

Ausfälle des HomeAssistant-Systems

Es sind zufällige Dinge. Mal schaltet sich ein Licht nicht ein, mal geht der Ton nicht. Immer öfter ist die Oberfläche nicht zu erreichen. Seit aber mein Wecker nicht mehr richtig funktioniert muss ich eingreifen. 

Schon die ersten Installationen von HA stiegen immer mal wieder aus, die Ursache konnte ich nie genau bestimmen. Ich vermutete aber dass die vielen Zugriffe der Logs usw. auf die SD-Karte diese beschädigte da diese eigentlich nicht für den Dauerbetrieb gemacht sind.  

Zunächst reduzierte ich das Schreiben der Logs, aber in der letzten Variante habe ich HA auf dem normalen Raspberry-Betriebssystem installiert denn hier konnte ich das Speichern der Logs in eine RAM-Disk verlegen. Das hatte zwar diverse Nachteile (siehe Link), aber dafür lief mein Smarthome für etwa ein-einhalb Jahre ohne Probleme.

Dennoch ist es nun an der Zeit den Raspberry abzuschalten und auf die Instanz im NAS umzusteigen.

Installation und Konfiguration

Die Installation hatte zwar ein paar Tücken, lief dann aber recht zuverlässig.  Im Wesentlichen muss nur eine virtuelle Maschine mit dem aktuellen hass.IO-Image erstellt und gestartet werden.

Danach erfolgt das sogenannte "Onboarding" in dem HA die Benutzer und Räume mitgeteilt werden, er das Netzwerk nach Geräten durchsucht und diese einrichtet. Dabei kann man einfach der HomeAssistant-Anleitung folgen.

Übernahme der Daten aus dem Raspberry

Der wichtigste Punkt bei der Installation war die Installation der Samba-Komponente, denn dadurch kann ich via Windows einfach beide Geräte öffnen und die Daten kopieren. Ja, es wäre sicherlich auch über die Raspberry-Oberfläche gegangen, aber irgendetwas muss ich installieren um auf die Daten zugreifen zu können, und warum aus Windows dann via VNC auf Raspberry?

Kopiert habe ich die Verzeichnisse "automations", "scripts" und "www". Außerdem habe ich die YAMLs im Grundverzeichnis abgestimmt da ich vieles ausgelagert habe. Die Oberfläche kann man kopieren indem man aus dem Verzeichnis .storage/ die Datei "lovelace" kopiert.

Allerdings muss man etwas aufpassen, denn beim Onboarding werden den gefundenen Geräten schon Namen vergeben wie sie im jeweiligen Host bekannt sind. Diese muss man dann ggf anpassen. Auch interne IP-Adressen müssen natürlich angepasst werden und, wenn man wie ich den MQTT-Server auf dem Raspberry hat laufen lassen, müssen auch die MQTT-Geräte auf die neue IP umgestellt werden.

Damit funktionierte praktisch alles, bis auf die ZWave-Geräte.

Einrichten von ZWave

Zuerst versuchte ich den einfachen USB-Stick zu verwenden. Das klappte gar nicht, er erkannte auch neue Geräte nicht die ich direkt neben ihm in den Koppelungsmodus versetzte. Ich vermute aber dass das eher am Stick liegt, denn ich hatte ihn schon am RaspBerry erfolglos versucht zu verwenden.

Also zog ich den Aiotec-Stick vom Raspberry ab und verwendete diesem am NAS. Dadruch wurden zwar die Knoten an sich erkannt, aber eine Verbindungsaufnahme scheiterte. Beim ersten Versuch hatte ich noch die OpenZWave-Konfigurationsdatei auf das NAS kopiert, aber das hatte auch keine Verbesserung gebracht.

Inzwischen empfehlen die Progammierer von HomeAssistant das Modul "ZWave JS" das wesentlich unkomplizierter sein soll. Der erste Anschein bestätigt dies auch, aber die Geräte werden immer noch nicht erkannt. Ich werde jetzt versuchen sie manuell hinzuzufügen und, wenn das nicht funktioniert, schauen wie ich den Stick in den Werkszustand zurückversetzen kann.

Da das eine längere Geschichte wurde habe ich einen eigenen Bericht dazu geschrieben.